Donnerstag, 5. März 2015

Die Schönheit unserer Germanisten (4)

In der Reihe „Giganten der Sprache mit gigantischen Namen“ wollen wir uns heute einer Sonderform der Germanistenschönheit widmen: nämlich der Binymie, vulgo der Doppelbenanntheit. Wenn schon aus dem einfachen und Muttersnamen einer Person sich der gesamte Lebenslauf erschließen läßt (Beweise auf diesem Blog), entsteht aus einem der (mittlerweile wieder selten gewordenen) Doppelnamen ein spannungsgeladenes elektrisches Feld, in dem Insekten und kleine Nager gnadenlos zu Klump gebraten werden. Denn erwiesenermaßen zieht sich eine Germanistin, ein Germanist den Doppelnamen in den allermeisten Fällen während der Karriere zu, wählt also einen Partner nicht zuletzt aufgrund auch der Schönheit seines Namens - und damit in voller Ausübung der eigenen poetischen Kompetenz. Dadurch aber wird der Germanist gewissermaßen Poet des eigenen Lebens – denn den eigenen, unveränderlichen Taufnamen kann er lebend nur interpretieren, wohingegen der Doppelname ein gewählter ist.

Im Falle der Anne Maximiliane Jäger-Gogoll, Heine-Spezialistin aus Siegen, liegt der Fall noch recht einfach. Die Vornamen deuten auf einen ehedem adligen Hintergrund, der Nachname auf eine unglückliche Hochzeitspolitik, frühes Leid, Ruin und Gesichtsverlust eines ganzen stolzen Geschlechts. Die letzte Dererzuvon, gezwungen, einen Jäger zu heiraten, kompensierte den Verlust des Titels mit einer traditionsbewußten Ausstattung des Töchterleins mit hochadligen Vornamen. Um wiederum dieser tragischen Familiengeschichte dichterisch Ausdruck und zugleich dialektische Würze zu verleihen, heiratete dies Töchterchen einen Klon von Nikolai Gogol, jenem Schriftsteller, der die Verderbtheit des Adels wie keiner sonst zu schildern wußte. Gleichzeitig wird sie bei Gogol auch an die Superzahl Googol gedacht haben, der größten Zahl im bekannten Universum, wie auch an den nach der Zahl benannten Internet-Multi Google, hierin den Wunsch nach der Rückkehr zu superreichen Adelszeiten treffend sublimierend oder doch substituierend.

Verzwickter liegt der Fall bei ihrem Kollegen Rüdiger Nutt-Kofoth. Es handelt sich bei ihm um den alten babylonischen Gott Baal-Kofoth, in seinen Hochzeiten Gott der Brücken, der Nachmittage, der Mißernten und des Sauerampfers. Nachdem er die die Ankunft der monotheistischen Religionen mit Müh und Not überlebt hat, haust er jetzt mit der ägyptischen Katzengottheit Bast in einer Wuppertaler Wohngemeinschaft . Weil praktisch niemand mehr an ihn glaubt, hat er sich den Zunamen Nutt beigelegt, in der Hoffnung, mit einem dezent-latenten Image als nutty god immerhin bei Lovecraft-Jüngern Anerkennung zu finden, deren Universum ja ebenfalls von wahnsinnigen Gottheiten bevölkert ist. Aber auch das will ihm nicht recht gelingen: Bast, Inbegriff der mad cat lady, hat im Internet Millionen Fans, der Baal-Kofoth hingegen wird derzeit nur von einer Person verehrt (mir).

Montag, 2. März 2015

Sind das Freiland-Masern oder aus einer Masernbatterie? Der Run auf nachhaltige Krankheiten reißt nicht ab. Ein Überblick auf watson.ch.

Die Ruhrbarone interviewen die Prinzessinnenreporter​. Mehr Monarchie war nie!

Donnerstag, 26. Februar 2015

Was mich immer wieder bestürzt: Wenn man als Gast in fremden Wohnungen auch nach gründlicher Suche weder krankes Sexspielzeug noch Springer-Aktien etc. findet. Menschen ganz ohne dunkle Geheimnisse kann ich einfach nicht vertrauen.

Montag, 23. Februar 2015

"Woisch, Karle, daß de Seite'bacher jetz auch a Scharfschütze'-Müsli hat? Des is gut für die Augen und gut für die Händ'. Da läufst hinterher noch mal so schnell weg! Scharfschützen-Müsli vom Seitenbacher!"

Samstag, 21. Februar 2015

Hilmar Klute und die Pupskissenmafia


Eins ist gewiß: Vom Spaßbeauftragten des Süddeutschen Beobachters, Hilmar Klute, haben Politiker, Kirchenoberhäupter und die Presse nichts zu befürchten. Dafür gibt es angesichts der Zeit & Energie, die man den Juden & Israel widmet, schlicht keine Kapazitäten. (SZ vom 21.2.15; google: "spezialarschgeige")
Das passiert, wenn ich mal wieder versehentlich fernschaue. Und dann auch noch Maybritt Illner. Wo ich's doch eh schon mit dem Blutdruck habe. Neudeutsche Anmerkungen über Griechenland, Gouvernance und Grexitismus.