Freitag, 30. Januar 2015

Das neue Heft ist da!

Die neue TITANIC ist da, und man darf sich schon jetzt freuen: Es ist die rassistischste Ausgabe aller Zeiten! Mit der größten Mohammed-Karikatur der Welt, Westlichem-Werte-Einmaleins für unsere lieben unterwestlichen Mitbürger, diversem billigen Klamauk - sowie einer verlogenen Charlie-Solidaritätsadresse und einem Dieter-Hallervorden-Interview aus meiner vor Kühnheit bebenden Feder.

Montag, 26. Januar 2015

Freitag, 23. Januar 2015

Ich habe heute nacht Star Wars 7 komplett vorabgeträumt und kann dazu sagen: solide, wenn auch tricktechnisch oft erstaunlich anspruchslos; fragwürdige Besetzung der Nebenrollen (Leo Fischer als nautolanischer Kopfgeldjäger); die zahlreichen Querverweise auf das Harry-Potter-Universum dürften manche Fans irritieren.

Donnerstag, 15. Januar 2015

Veranstaltungshinweis

Jetzt mal was Erfreuliches: Seit Jahr und Tag verfaßt Gereon Klug, einer der zauberschönsten Formulierer und Wortakrobaten, unter seinem Pseudonym Hans E. Platte den besten Newsletter, den man in deutscher Sprache subscriben kann. Und neuerdings auch hören: denn nun tourt Klug mit seinem Buch "Low Fidelity" durchs Land. Hingehen und die Ohren spitzen!

Montag, 12. Januar 2015

Humorfachblatt (II)

Humorfachblatt (II): Die "Süddeutsche Zeitung", bekannt & beliebt für den regelmäßigen Abdruck antisemitischer Karikaturen, Gedichte, Kommentare, nennt die CH-Karikaturen "dummen Scheiß". Wenigstens tun sie nicht mehr so, als seien sie solidarisch.

Samstag, 10. Januar 2015

Als aufgeklärter Mensch sitzt man nach Paris in einer ziemlichen Zwickmühle: Einerseits soll man die Freiheitsrechte wacker hochhalten, andererseits Rassismus und Islamophobie einen Riegel vorschieben. Wie lässt sich das vereinen? Einige Handreichungen auf watson.ch.

Trauern mit Hilmar Klute

Noch sehr genau erinnere ich mich an das Jahr 2012 und die Ausschreitungen um den Film "Innocence of Muslims", welche "Charlie Hebdo" und TITANIC auf die ihnen je eigene Weise kommentierten. Viele von den Politikern und Journalisten, die sich heute mit ‪#‎jesuissowieso‬ schmücken, warfen uns damals vor, wir würden Öl ins Feuer gießen, wir müßten uns zurückhalten etc.

Keiner von ihnen erreicht aber die Verlogenheit, Heuchelei und tiefe menschliche Verkommenheit des SZ-Redakteurs Hilmar Klute. Er, der jetzt verheult aus Paris berichtet ("sie trauern mit Trotz und immer noch mit einem Rest von jenem Stolz, der heute einen tiefen Riss bekommen hat") und ansonsten in seinem ganzen Leben noch kein Risiko eingegangen ist, insonderheit nicht in seinem pupsöden "Streiflicht", schrieb 2012 über Charlie Hebdo, das Magazin sei "langweilig", "so schlecht wie selten zuvor" und handwerklich mittelmäßig: "Diese bebende Kühnheit ist in Wahrheit der zittrige Zorn von spätbürgerlichen Wüterichen, die glauben, daß die freiheitliche Ordnung täglich von durchgedrehten Islamisten gekippt werden kann."

Viel wird jetzt geredet über das Wiederaufschwappen der Fremdenfeindlichkeit und zunehmende Zunahmen aller Art, und all dies ist freilich schlimm genug - daß aber durch das Attentat eine Stimmung entsteht, in der eine solche Zäpfchengesinnung nicht geahndet wird, ja als Solidarität durchgeht, daß ein Klima aufkommt, in der eine sich soigniert gebende Spezialarschgeige wie der Hilmar Klute den Opfern von Paris ungesühnt ins Grab strullen darf, - darüber spricht wieder mal keiner.

Freitag, 9. Januar 2015

Die Cordula, der Charlie und ich

Der schönste Artikel zum Thema aber stammt von Meike Büttner, die natürlich für Freiheit, Satire und Larifari für alle ist, solange dadurch niemand verletzt wird, und ihre Lach- und Sachmuskeln lieber von Cordula Stratmann als von Tim Wolff massieren läßt. Schön daran ist vor allem, daß in höchstens zwei Wochen 90% der freiheitsliebenden Journalistencharlies von "Bild" und Co. sich wieder exakt auf den Standpunkt von Meike Büttner zurückziehen werden - insofern ist sie, wahrscheinlich zum allerersten Mal im Leben, Avantgarde. "Ich bin Meike Büttner", schließt sie ihr Gedankenrinnsal. In zwei Wochen sind wir dann alle Meike Büttner.