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Es werden Posts vom April, 2013 angezeigt.

Kunst im öffentlichen Raum (4)

Gibt es eine Schönheit, die nicht von kulturindustriellen Zwängen einerseits, von patriarchalischen Machtstrukturen andererseits überformt wird? Vielleicht wird man ihrer habhaft dort, wo die Kosmetikindustrie der Superreichen proletarisch reinterpretiert, dekodiert, vonmiraus auch defloriert wird – im „Interstitiellen“ (Kristeva), in den Zwischenräumen, in den Falten, Krähenfüßen, Schlupflidern, Besenreisern und scheußlich aufgequollenen Hexenwarzen des Diskurses?

Diese beiden Frauen haben die Antwort auf Schönheitskult und Jugendwahn gefunden – indem sie sie schuldig bleiben. Man weiß nicht, ob sie die Kosmetikerinnen, die Kundinnen vor oder die Kundinnen nach der Behandlung darstellen sollen; ob sie Bestätigung, Abweichung oder abschreckendes Gegenteil eines fraulichen Idealbilds sind, das sie somit zugleich dekonstruieren. Alle Varianten, sogar Kombinationen davon sind denkbar; ebenso wie die Möglichkeit, daß hier eine wirklich hochpotente und wundermächtige Fruchtsäure ein ganz …

Videohinweis

Aus der neuen Serie: Junge Polizisten, die total süße Sachen machen. Diese mexikanischen Ordnungshüter etwa fürchten sich vor Hexenangriffen.