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Posts

Es werden Posts vom Februar, 2014 angezeigt.
Auf watson.ch schildere ich meine Studienzeit in der Schweiz - und trauere  dem auslaufenden Erasmus-Programm hinterher.

Das neue Heft ist da!

In dieser Ausgabe dokumentiert u.a. "Der letzte Mensch" Gerhard Schröders obszönste Telefonate. Und der Stromberg-Film ist gar nicht so schlecht!
Endlich - der Loveparade-Prozeß kommt in Gang! TITANIC online berichtet.
Die 3%-Hürde ist gefallen, der Europawahlkampf der PARTEI kann beginnen. Die Abgeordnetenbüros im EU-Parlament sind zwar ziemlich schofel, aber ich muß ja auch nur einen Monat lang hin. (Direktiven für den Wahlkampf hat der Bundesvorsitzende der Zeit diktiert.)

Zur schönen Aussicht

Dieses Hotel in Berlin-Prenzlberg genießt in gewissen Kreisen einen außerordentlich guten Ruf. Zwar ist es letztlich nur eine bessere Vertreterherberge, und das Gros der Kunden wird natürlich vom üblichen Backpacker-Gesocks gestellt, doch sind es auch überraschend viele hohe Beamte, Wirtschaftsmogule, Bundestagsabgeordnete und Katzenomis, die sich hier vor allem sommers diskret einquartieren. Sie alle haben gemein, daß sie bei der Reservierung stets auf "Zimmer No. 23" bestehen, welches darum oft Jahre im voraus ausgebucht ist. Die sogenannte "Knusperhäuschen-Suite" (vom Personal auch grob "Trollzimmer" genannt) erlaubt aus der schützenden Dunkelheit des Souterrains einen klandestinen Blick auf die Kinderertüchtigungsapparate im Hof; auch kann das Kopfkissenbonbon bei Bedarf recht einfach weiter- und hinausgereicht werden. Geht es nach dem Willen von Heiko Maas, ist mit der idyllischen Tagträumerei jetzt Schluß: Eine dicke Mauer aus Stacheldraht soll vor …
Nach dem Trauergottesdienst warf der Pfarrer traditionsgemäß einen Strauß weißer Lilien in die Schar der Anwesenden. Alle gratulierten mir zu meinem glücklichen Fang! Danach gab der Sakristan eine Interpretation von Arnold Schönbergs "Erwartungshaltung".

Aus dem Wahlkampf

PARTEI-Justiziar RA Tim Werner kam eben bei mir vorbei, ließ mich irgendwelche Vollmachten unterschreiben und trank mir meinen Schnaps weg. Die Europawahl sei "praktisch im Sack", wir könnten uns jetzt auf die Jubiläumsfeierlichkeiten "10 Jahre Die PARTEI" konzentrieren. Ein Hoch auf RA Tim Werner und all die Kader, deren unermüdlicher Fleiß die Ausrichtung dieser wunderbaren Wahl erst möglich macht!

Kauf-Tip

"Eine Welt, in der alle einander wechselseitig als kompatibel anerkennen und stets das Gemeinschaftliche im Auge behalten, kann schwerlich etwas anderes als die Hölle auf Erden sein."

Dieser Satz, neben vielen weiteren tiefgründelnden, scharfwitzigen, bissigen und erschütternden Sätzen, steht in Magnus Klaues ausgezeichneter Satzsammlung "Verschenkte Gelegenheiten", das einzige Buch, das ich dieses Jahr uneingeschränkt zum Kauf empfehle.

Abgesehen von meinen eigenen Werken, natürlich.

(Und dem Roman von Michael Ziegelwagner.)
Auf watson.ch berichte ich über die kriselnde Liebe zwischen Einwanderern und Bio-Schweizern.

Veranstaltungshinweis, reloaded

Erleben Sie am Sonntag einen Meilenstein modernen Veranstaltungsmanagements! In Berlin trete ich nämlich gleichzeitig an zwei Orten auf - als Gast der ehrwürdigen "Reformbühne Heim & Welt" (20 Uhr, Kaffee Burger) und als Sololeser in der brandneuen bunten Bar "Das ERNST" (ca. 21 Uhr). Ich kann drei Leute im Taxi mitnehmen!
Endlich mal eine Literaturdebatte, bei der einem nicht gleich die Füße einschlafen! Über die Gleichförmigkeit der akademisierten jüngeren Romanliteratur u.a. ganz gescheit Marko Martin in der Taz:
"...alle die Road-Movie-Travestien 'einer Autofahrt an die Küste, nach der nichts mehr so ist, wie es zuvor war', die stilistisch hochgepumpten oder im Gegenteil ängstlich lapidar erzählten Familiengeschichten innerdeutscher Befindlichkeiten, die fast mechanisch wiederkehrenden Figurennamen Jan, Paul, Jonas oder Anna (mitunter darf es auch eine häschenhafte Jule sein), dazu das heulende Elend prenzlauer-bergischer Scheidungsgeschichten..."

Aus dem Wahlkampf

Heda, SVP! Wenn schon klauen, dann mit ein bißchen mehr Stil!


Literaturpreise ahoi!

Nun auch online erhältlich: die große Literaturpreisbilanz 2013 aus der Januar-TITANIC! Wer war Loser, wer war Winner, wer nahm den dicksten Lorbeersack nach Hause?
Nach dem Votum der Schweizer vom Sonntag gewinnt ein TITANIC-Artikel aus dem Jahr 2012 neue Relevanz, der schon damals Fremdenfeindlichkeit und Abschottungsmentalität der Eidgenossen unter die Lupe nahm. Er sorgt nun bei Schweizer Medien und TITANIC-Lesern für einiges Hallo bzw. Grüessech.
Wuppertaler! Ihr geht mit dem Erdgeschoß um, als hättet Ihr noch ein zweites im Keller!

Veranstaltungshinweise

Veranstaltungshinweis #1 Am Montag gibt es im Klabunt Frankfurt eine feierliche TITANIC-Bibelstunde. Danach: Sprengung des Klabuntturms durch Krater-Eddy (angefragt). Veranstaltungshinweis #2 In "Das ERNST", Berlins einziger "Kneipe ohne Konzept" (TM), lese ich Sonntag in einer Woche über Hunde, demokratischen Faschismus und Bockwurstmentalität. Danach schmeiße ich Gläser an die Wand und lache wie ein Tartarenfürst.
Mit Macht drängt sich Niki Lauda derzeit in alle Medien, unter anderem RTL, um sich auf Kosten von TITANIC zu profilieren. Er neidet Michael Schumacher ganz einfach die viele Publicity. Für mich ein Fall geschmackloser Trittbrettfahrerei.

Die Schönheit unserer Germanisten (3)

Wieder einmal wird es Zeit, die Schönheit jener Menschen zu loben, die selbst täglich Schönheit in die Welt tragen. Und mit Schönheit meine ich natürlich: sprachliche Schönheit, denn für seine Gene kann man nichts. Für den eigenen Namen streng genommen zwar auch nicht, aber für die Laufbahn, die diesen Namen akzentuiert bzw. zum retrograden Menetekel respektive umgekehrten Nomenomen macht, kann man sehr wohl etwas, und deshalb seien auch heute wieder zwei besonders schön getaufte Wortmetze beschrieben und gelobt.

In der letzten Folge rochen wir bei York-Gothart Mix Bohnerwachs und hüpften mit Wiebke Porombka durch den Märchenwald. Diesmal geht es strack oder wenigstens stracks ins 18. Jahrhundert. Revolution, Sturm und Drang, Kunst und Krieg! Herder disst den jungen Goethe, Schiller schummelt beim Kartenspielen, und Lenz dreht langsam aber sicher am Rad. Mittendrin aber die mäßigende Kraft, der funkelnde Riesendiamant in der Literarbrandung, die alle Streithähne stets wieder in ihrem …
Niki Lauda freut sich über das neue TITANIC-Cover: "eine bodenlose Frechheit, absolut indiskutabel und völlig pietätlos. Wer bitte druckt so einen Schwachsinn?"

Der letzte Mensch - Norbert Lammert

Texte von gestern, frisch aufgewärmt und mit Krautsalatgarnitur - was Sie in der Kantine Ihres Vertrauens stillschweigend hinnehmen, können Sie doch ruhig auch auf diesem Blog tolerieren. Geben Sie sich einen Ruck und lesen Sie dieses eigenhändig aus der Januar-TITANIC abgetippte Interview mit Norbert Lammert. Es soll Ihr Schaden nicht sein!