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Es werden Posts vom August, 2014 angezeigt.
Für alle PARTEI-Freunde, die es am Donnerstag nicht ins Berliner SO36 geschafft haben, gibt es hier meine europapolitische Rede zum Nachlesen.
Ein großes Problem beim Humortransfer in die arabische Welt, so erklärte mir eine kundige Person, sei die Abwesenheit des Wortes „Satire“ im Arabischen. Das alternativ gebrauchte Wort heiße „suchrija“ und bedeute v.a. Spott - „deshalb sind die auch sofort beleidigt!“ Eine interessante Nebenbedeutung sei im übrigen „Zauberei“; noch interessanter die Tatsache, daß Mohammed von zeitgenössischen Gegnern zuerst als Betreiber ebenjener „suchrija“ geschmäht wurde, folglich also als Lästerer, Zauberer und – Satiriker...
Diese Kolumne geht auf einen Leserwunsch von Torsten Gaitzsch zurück.
Schlechte Nachrichten von Eichborn: Der Absatz der „Fröhlichen Hundegeschichten“ läßt nach, wenn nicht endlich ein paar Leute das Buch kaufen, muß Wummi, der Verlagswelpe, eingeschläfert werden, wg. zu teuer. Hoffentlich reißt diese Rezension aus Österreich noch was – Wummi zuliebe...
Zeitgemäß reisen heißt – mit dem Postbus reisen! Ein dringend nötiger Propagandaartikel für die Taz.
"Der Kopf eines Mannes, der vom Rumpf getrennt ist, ist ein übler Anblick." (Oscar Wilde, Salome) In diesem Sinne: Lieber IS, politische Anliegen kann man auch anschlußfähiger kommunizieren! Macht doch statt dessen mal ein witziges Video, das dann viral wird. Oder so. Man kann's auch echt übertreiben!
Bürosex – so klappt er wirklich jedes Mal! Plädoyer für ein neues Vögeln.
Gesundheitstip: Wenn man statt Weingummi und Marzipankartoffeln einfach mal Cherrytomaten als Work-Snack auf den Schreibtisch stellt, wird man sehr schnell melancholisch, sogar richtig depressiv.

Hurra, Roman!

"Sie bedachte das Bündel Mann, das neben ihr in die Decken gehüllt war, mit einem Blick, der gleichzeitig Überraschung, Gleichgültigkeit und Schadenfreude ausgedrückt hätte, wäre ihrem limbischen System so früh am Morgen schon ein derart differenzierter emotionaler Zustand möglich gewesen. Nein, im Moment konnte ihr Gehirn nur ein klägliches "keine Gefahr, der gehört zu uns" hervorpiepsen, bevor es sich wieder in den Halbschlaf zurückzog.
Klar war in jedem Fall, dass Britney Spears' Schmachtfetzen "Stronger" den Schlummer von Joachim Sauer nicht zu brechen vermocht hatte, Strongness hin oder her. Vielleicht hatte er nie erfahren, wie es war, richtig geliebt zu haben und dann hängengelassen zu werden; vielleicht war sein Gehör altersbedingt schon etwas ramponierter als das ihre. Wie auch immer, dann musste es eben ohne Begleitung gehen. Mit einer Art längsseitigem Purzelbaum trudelte Angela Merkel aus dem Lotterbett, drückte knackend die Beine durch, ließ di…
Vor siebzig Jahren erschien die "Dialektik der Aufklärung" im renommierten Kopp-Verlag. Wird der Bestseller von ehedem noch gelesen, verstanden, sorglos beherzigt? Das Neue Deutschlandbefragte dazu junge Autoren wie Gregor Gysi, Magnus Klaue und eben auch mich.
Die FAZ wird immer mehr zur Verbraucherzeitung, ja zum Infoblatt der Trickreichen. Erst vor kurzem zeigte uns Praktikant Lukas Will, wie man trotz fieser Apple-Politik "mit Trick 17" ein defektes Ladegerät umtauschen kann; diese Woche verrät uns die Zeitung, wie wir die neue Mindestbestellschranke bei Amazon "mit einem Trick" überwinden.
Denn merke: Dahinter steckt immer ein bauernschlauer Kopf!
Auf der Longlist zum Deutschen Bookprice sind Richard Kämmerlings zu wenig junge Frauen; es fehlen ihm auch Entdeckungen wie Martin Mosebach etc. Der Kollege kann natürlich nicht wissen, daß mein alter Bürokollege und Mit-Nominee Michael Ziegelwagner sich nicht nur extrem gut mit Frauen auskennt, einen regelrechten "Schlag" bei ihnen hat, ja sogar schon mal aus Frauenmund als "Hoffnung aller Frauen" bezeichnet wurde, sondern daß in seinem "Aufblasbaren Kaiser" eine junge (!) Frau die Hauptrolle spielt, die verdächtig viel mit ihrem Schöpfer gemein hat. Kurz gesagt: Neben Ziegelwagner sehen viele junge Frauen alt aus. Oder, noch konziser: Ziegelwagner ist eine jüngere Frau, als es viele junge Frauen kaum zu werden hoffen. Dürfen. Können. Tut mir leid, ich bin noch nicht ganz wach.
Haben Sie's bemerkt? Seit gut einem Jahr garantiert das Leistungsschutzrecht deutsche Qualitätspresseleistungen. "Der Spiegel wird Qualitätsansprüchen gerecht!" (Spiegel-Mitarbeiter über den Spiegel)
Die Presse bewirkt doch was: Kaum berichtet TITANIC, daß die Kurden leider auf deutsche Qualitätswaffen verzichten müssen, macht Ursel von der Leyen einen Rückzieher. Und möchte jetzt alle Kunden, Quatsch, Kurden gleichermaßen aufrüsten. Na dann!
Mit dem "nationalen Hipster" fing es an, nun beginnt die Faschisierung sämtlicher Szenekulturen. Kritische Milieustudien auf watson.ch.
Was ich bis zum 40sten gerne mal gewesen sein möchte: Doyen, Attaché, Nestor, Nestroy, große alte Dame, große weiße Hoffnung, kleine weiße Dame, Sondergesandter, Kurdenführer, Salonlöwe, Nothelfer, Kaffeeente (quakquak!) und Seriös-Anbieter.
Unser Krieg soll schöner werden - Opfermathematik 101 in der Süddeutschen Zeitung, in der Taz und überhaupt überall, zusammengefaßt für die Jüdische Allgemeine.

Frisch aufgewärmt: "Ein Affentanz auf dem Vulkan"

Im Jahr 2010 schickte der enigmatische TITANIC-Verleger Patric Feest Michael Ziegelwagner und mich zum "European Newspaper Congress" nach Wien, um "die Zukunft von Print" auszuforschen. Als Ergebnis präsentierten wir ihm eine aberwitzige Spesenrechnung - und diesen Artikel, der mir immer noch ganz gut gefällt.
Mein Sternzeichen: Business Adminstrator - oder: Vertrottelte BWLer erklären in der FAZ, warum sie nicht als vertrottelte BWLer bezeichnet werden wollen.

Der Süddeutsche Beobachter

"Im Gaza-Konflikt sind bislang 1300 Palästinenser sowie 56 Israelis gestorben; diese Verhältnisse deuten nicht darauf hin, daß Israel nur das tut, was landläufig unter 'verteidigen' verstanden wird."
- D. Esslinger: Eine Frage der Solidarität. SZ 31.07.14

Was genau versucht Detlef Esslinger hier anzudeuten? Daß die Israelis insgeheim von nichts anderem als purer Niedertracht, ja Mordlust getrieben sind? Oder daß ihm immer noch nicht genügend Juden gestorben sind? Und wenn nicht, warum sagt er dann nicht, was er meint? Solches Geraune jedenfalls muß man in Deutschlands führend-linksliberaler Zeitung lesen, zwei Tage nach dem knapp verhinderten Brandanschlag auf eine Synagoge. Man wundere sich bitte über nichts mehr.

PS."Diskussion deaktiviert - Liebe Leser, wir haben uns dazu entschieden, zu diesem Artikel keine Beiträge zuzulassen. Wir bitten Sie um Verständnis. Ihr Süddeutsche.de-Team." Weil sie insgeheim genau wissen, welche Fans sie damit bedienen. Und sic…