Direkt zum Hauptbereich

Julian Reichelt, der gute Mensch von bild.de

Julian Reichelt, Chef von Bild.de, ist sauer, weil ihm und seiner Firma Brandstiftung vorgeworfen wird: "Sowohl als Organisation als auch durch persönliches Engagement hilft BILD täglich aus tiefster Seele Flüchtlingen". Sicher sind dabei so sensible Artikel gemeint wie der kostenpflichtige Beitrag: "Amok-Afrikaner: Verzauberte Voodoo-Priester den Messermann?" Folgt man der Darstellung von Refugees welcome Bonn e.V., wurde hier ein psychisch Kranker nach einem zermürbenden Aufenthalt in diversen Sozialhöllen ohne viel Federlesens vom SEK weggeballert. Die Hilfeleistung von Bild.de besteht darin, den Mann hinterher noch zu einer Art Fantasykreatur zu stilisieren, damit in dieser Sache nur ja keiner ein schlechtes Gewissen haben muß, am wenigsten die Helden vom SEK. Und damit auch alle wissen, daß im Falle eines Aufmuckens nichts von ihnen bleibt, gar nichts, nicht einmal die Erinnerung an ein menschliches Wesen. Sondern nur ein Voodoomessermann.

Kommentare

Anonym hat gesagt…
"vom SEK weggeballert" ... in der verbalen und diskriminierenden Ausdrucksweise stehen Sie der BILD um nichts nach. Als Polizeibeamter, der täglich beschimpft, beleidigt und bedroht wird, seine Gesundheit für wenig Geld täglich riskiert empfinde ich diesen Beitrag mehr als beleidigend und unfair. Herr Reichelt wäre stolz auf Ihre Arbeit.
Anonym hat gesagt…
@anderer Anonym: So mal als Laie eine Frage an den Profi. Kann man es eigentlich "trainieren", dass man gefährliche Personen anschießt und nicht erschießt? Von einer Elitetruppe könnte man das doch erwarten - oder?

Die US-Polizei wäre stolz auf Ihre Arbeit.
Anonym hat gesagt…
@ den anonymen Laien.

BILD hat sogar ein Video veröffentlicht, in dem man in erster Reihe sehen kann wie der Herr mit dem Messer vom SEK "ausgeschaltet" wird. Echter Qualitätsjournalismus ;-)

Ob und wie man dies nun hätte besser lösen können, lässt sich hinterher und bequem aus dem Sessel daheim, von einem Laien, natürlich professionell beurteilen.

Ihre Mama ist sicher stolz auf sie.
euroweld hat gesagt…
Ein Voodoo-Priester überwälltigt einen hoch trainierten SEK Beamten???

:D
Anonym hat gesagt…
Auch ich möchte hierzu gerne kommentieren, damit endlich mal jemand stolz auf mich ist bzw. wäre. Vielleicht sogar meine Mutter.

Liebe Grüße,
Eine Anonyme
Anonym hat gesagt…
@anonymer Profi: wär halt einfach schön, wenn der Frust über wenig Geld und Irrtum bei der Berufswahl nicht gleich zum Tod psychisch kranker Menschen führen würde. Also Umsatteln oder Aufhören mit Rumheulen. Bin immer wieder erstaunt, dass unerbittliche Bestrafungsfetischisten ihre Neigung sofort hinten anstellen, wenn der Straftäter Uniform trägt. Der Rückgang an Respekt in der Bevölkerung rührt genau da her.
Anonym hat gesagt…
Dürfte ich einmal anmerken, dass meine Mama extrem stolz auf mich ist, weil ich niemals auf die Idee käme die Bild zu lesen?

Danke.
Anonym hat gesagt…
Anonym 1 hat das indirekte Zitat nicht verstanden und Anonym 2 ist drauf angesprungen ohne nachzudenken.
Was sagt uns das jetzt über das Textverständnis des Anonyman Users?
Anonym hat gesagt…
"Wenn der Frust darüber, dass man es selbst zu nichts gebracht hat und nur eine kleine Wurst ist, dazu führt, dass man anderen unterstellt, sie würden aus Frust und wegen falscher Berufswahl Leute erschießen." Ganz schwach, der Kommentar, und nicht nur dieser, auch ganz schwach der Beitrag. Als würde das SEK täglich reihenweise Leute erschießen. Die Realität ist kein Actionfilm, wo der Held dem Täter gezielt das Messer aus der Hand schießen kann.
Anonym hat gesagt…
@anonymer Profi: tatsächlich. Ich erwarte von einem trainiertem Profi, dass dieser die Situation so einschätzt, dass keine Menschen zu Tode kommen wenn es irgend eine andere Lösung gäbe.
Dass ein untrainierter Laie das erst vom Sessel aus und hinterher richtig beurteilen kann ist auch klar.
Vielleicht sollte die deutsche Polizei weniger oft in den USA trainieren wo offensichtlich die Devise "erst schiessen, dann fragen" gilt.
Wenn dann noch nicht mal ein Verfahren eröffnet wird, ist klar womit man es zu tun hat. Polizeigewalt zu verharmlosen und zu rechtfertigen ist vom Sessel aus auch sicher einfach.
Hinnerk hat gesagt…
Aber stellt euch doch mal vor dieser Schmierfinkenhaufen hätte nicht das Sammelbecken Springer als Arbeitsstätte,dann würden die alle dem Steuerzahler auf der Tasche liegen weil eine anständige Arbeit würden die weder finden noch suchen

Beliebte Posts aus diesem Blog

Warum Trump?

Nach wie vor versuchen mir Linke zu erklären, die Wahl Trumps sei letztlich nur auf einen Irrtum der abgehängten Industriearbeiter zurückzuführen, die nicht einsehen, daß der Orangene gar nicht ihr Klasseninteresse, allg. Wohlstand oder Kommunismus im Sinn habe. Es scheint hier gar keine andere Motivation vorstellbar als fehlgeleitetes Eigeninteresse.

Ich habe in den letzten Tagen sehr viele Beiträge und Tweets von Trump-Unterstützern gelesen; nirgendwo sehe ich, daß seine Wähler ernsthaft glauben, es würde ihnen jetzt wirtschaftlich besser gehen. Nirgendwo sieht man die Hoffnung, jetzt höherbezahlte Jobs zu erhalten oder am berühmten Monatsende mehr in der Tasche zu haben. Hier wurde gar nicht erst aus Eigeninteresse gewählt, sondern gewissermaßen selbstlos.

Die überwiegende Mehrheit der Wähler scheint keine materielle Belohnung erwartet zu haben. Sie haben gar keine persönliche Hoffnung auf Trump gesetzt; deswegen war es auch egal, was er ihnen alles vorlog. Ihnen war von Anfang an …
Im Neuen Deutschland versammle ich noch ein paar haßerfüllte Gedanken zu Markus Lanz. Wie ich ihn hasse. Haß, Haß, Haß.

It's complicated!

Fast noch possierlicher als diejenigen, die sich mit ihren „Free Palestine“-Rufen vorgeblich auf die Seite der Unterdrückten schlagen und in Wahrheit schon ganz genau wissen, wen und was sie damit unterstützen, finde ich ja diejenigen, die sich aus dem ganzen raushalten wollen – wehewehe, man weiß ja nicht, wer da wirklich die Guten sind, evtl. bleibt sogar an mir was hängen, wenn ich mich einseitig solidarisiere, können wir das hier in Europa überhaupt alles recht durchschauen? Das sieht dann so aus, daß man entweder "den Nahostkonflikt" beklagt, als objektives Faktum, als Naturschauspiel, auf das man keinen Einfluß hat, wie den Monsun oder den Borkenkäfer. Aus diesem Lager stammt dann die Phrase von den "Hardlinern auf beiden Seiten". Oder man legt ganz pathetisch die Hände in den Schoß, wie es Misha Anouk getan hat - ignoramus, ignorabimus.

Denn es ist ja auch kompliziert. Auf der einen Seite haben wir eine Demokratie, in deren Talkshows Vertreter sämtlicher Pa…