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Irgendwie war alles viel netter, als Satire noch unverstandenes Hobby einer Handvoll gnichelnder Nerds war und nicht immer gleich Staatsaffäre, Wertedebatte und nationale Frage.

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Warum Trump?

Nach wie vor versuchen mir Linke zu erklären, die Wahl Trumps sei letztlich nur auf einen Irrtum der abgehängten Industriearbeiter zurückzuführen, die nicht einsehen, daß der Orangene gar nicht ihr Klasseninteresse, allg. Wohlstand oder Kommunismus im Sinn habe. Es scheint hier gar keine andere Motivation vorstellbar als fehlgeleitetes Eigeninteresse.

Ich habe in den letzten Tagen sehr viele Beiträge und Tweets von Trump-Unterstützern gelesen; nirgendwo sehe ich, daß seine Wähler ernsthaft glauben, es würde ihnen jetzt wirtschaftlich besser gehen. Nirgendwo sieht man die Hoffnung, jetzt höherbezahlte Jobs zu erhalten oder am berühmten Monatsende mehr in der Tasche zu haben. Hier wurde gar nicht erst aus Eigeninteresse gewählt, sondern gewissermaßen selbstlos.

Die überwiegende Mehrheit der Wähler scheint keine materielle Belohnung erwartet zu haben. Sie haben gar keine persönliche Hoffnung auf Trump gesetzt; deswegen war es auch egal, was er ihnen alles vorlog. Ihnen war von Anfang an …
Im Neuen Deutschland versammle ich noch ein paar haßerfüllte Gedanken zu Markus Lanz. Wie ich ihn hasse. Haß, Haß, Haß.

It's complicated!

Fast noch possierlicher als diejenigen, die sich mit ihren „Free Palestine“-Rufen vorgeblich auf die Seite der Unterdrückten schlagen und in Wahrheit schon ganz genau wissen, wen und was sie damit unterstützen, finde ich ja diejenigen, die sich aus dem ganzen raushalten wollen – wehewehe, man weiß ja nicht, wer da wirklich die Guten sind, evtl. bleibt sogar an mir was hängen, wenn ich mich einseitig solidarisiere, können wir das hier in Europa überhaupt alles recht durchschauen? Das sieht dann so aus, daß man entweder "den Nahostkonflikt" beklagt, als objektives Faktum, als Naturschauspiel, auf das man keinen Einfluß hat, wie den Monsun oder den Borkenkäfer. Aus diesem Lager stammt dann die Phrase von den "Hardlinern auf beiden Seiten". Oder man legt ganz pathetisch die Hände in den Schoß, wie es Misha Anouk getan hat - ignoramus, ignorabimus.

Denn es ist ja auch kompliziert. Auf der einen Seite haben wir eine Demokratie, in deren Talkshows Vertreter sämtlicher Pa…