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Diakonissinnen


Wann immer ich am Frankfurter Diakonissenhaus vorbeikomme, spüre ich das Bedürfnis, den perversen Kitzel vielmehr, es künftighin als Diakonissinnen-Haus zu bezeichnen. Diese winzige Änderung, so mein Plan, soll dann peu à peu in den allgemeinen Sprachgebrauch übergehen, immer mehr Gehirne und Neuronen besetzen, bis sich die zunächst ganz subtile kognitive Dissonanz in einer Art Kaskadeneffekt zu immer größerer linguistischer Unsicherheit aufbaut, bis die Leute den Mißton in ihren Köpfen nicht mehr ertragen, auf den Straßen Tumulte ausbrechen und das Diakonnissinnenhaus schließlich in Flammen aufgeht. Und was wäre mir nachzuweisen? Nichts, natürlich. Das perfekte Verbrechen.

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